Du entschließt dich pflanzlich zu leben und stehst jedes Mal im Supermarkt vor einer großen Challenge: vegane Lebensmittel erkennen? Dann schreibe ich diesen Blogbeitrag genau für dich. Denn heute gebe ich dir eine Übersicht, wie du vegane Lebensmittel erkennen kannst bzw. nicht vegane Zutaten entlarvst.

Vegan gekennzeichnete Lebensmittel
Auf Nummer Sicher gehst du, wenn du zu Lebensmitteln greifst, die mit dem veganen V-Lable gekennzeichnet sind. Diese wurden extra zertifiziert und die Kriterien sind streng. Allerdings ist die Zertifizierung mit Aufwand und Kosten verbunden, die nicht alle Hersteller eingehen können oder wollen. Manche Hersteller entscheiden sich daher auch nur für ein internes „Vegan“-Lable. Da hier nichts kontrolliert wird, macht es aber auf jeden Fall Sinn noch einmal die Zutatenliste zu checken.
Die Zutatenliste lesen lernen: vegane Lebensmittel erkennen
Im Alltag wird es schwierig nur auf Produkte zurückzugreifen, die das V-Lable aufweisen. Deswegen ist es wichtig, dass du lernst, welche Rohstoffe hinter der Zutatenliste stecken, um vegane Lebensmittel zu erkennen. Fleischbestandteile lassen sich meist schnell ausmachen.
Auch eindeutig sind Bestandteile aus Fisch, Milch und Ei, da diese Allergene sind und deswegen in der EU fett gekennzeichnet werden müssen.
Auf die folgenden Zusätze solltest du genau achten, denn sie sind nicht vegan:
Milchbestandteile:
- Magermilchpulver
- Butterreinfett
- Laktose
Fleischbestandteile
- Gelatine
- Kollagen
Fischbestandteile
- Anchovis (z.B. in Worecster-Sauce)
Bienenprodukte
- Honig
- Bienenwachs
Zusatzstoffe
- E 120: echtes Karmin aus Schildläusen
- E 901: Bienenwachs
- E 904: Schellack (aus Läusen)
- Chitin
Achtung: diese Zusätze könnten pflanzlichen, aber auch tierischen Ursprungs sein:
- E 322: Lecithin (ggf. aus Hühnerei, muss dann aber gekennzeichnet sein wegen Allergiepotenzial)
- E471/E472 Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren (fast immer pflanzlich, aber manchmal auch nicht)
- E 920: (L-)Cystein (manchmal aus Schweineborsten, häufiger aber mikrobiell hergestellt)
- E 966: Lactit kann aus Milchzucker (Laktose) hergestellt werden
Vegane Lebensmittel zu erkennen ist nicht immer leicht.
Du wirst schnell merken, dass du die üblichen Verdächtigen schnell entlarvst: Fertiggerichte, Teigwaren, etc. hast du sicher auf dem Schirm, wenn du nach nicht veganen Zutaten suchst.
Aber es gibt auch Lebensmittel, bei denen du nicht sofort denkst, dass sie nicht vegan sein könnten. So werden manche Lebensmittel mit Gelatine geklärt. Das muss nicht auf der Zutatenliste vermerkt werden. Daher macht es hier Sinn auf Produkte mit dem V-Lable zu achten. Hierzu gehören:
- Wein
- Säfte
- Essig
Manchmal kommt mir ein Supermarkt-Regal regelrecht wie ein Dschungel vor, den ich auf pflanzliche Lebensmittel durchforsten muss. Das ist neben den gesundheitlichen Vorteilen ein weiterer Grund vor allem auf naturbelassene, unverarbeitete Lebensmittel zurück zu greifen.

Wie vegan muss mein Einkaufskorb sein?
Ein 100% veganes Leben wird uns in dieser nicht veganen Welt nicht gelingen. Einige Medikamente, die wir nun mal eventuell eben brauchen, sind zum Beispiel nicht vegan.
Wenn du mir auf Instagram folgst, weißt du vielleicht, dass mein Motto ist:
So vegan wie eben möglich.
In manchen Lebenslagen ist es psychisch oder finanziell für manche Familien einfach nicht möglich zu 100% vegan zu essen. Wir sollten uns weder selbst deswegen peinigen noch andere verurteilen. Der Welt hilft es nicht, wenn eine Hand voll Menschen perfekt leben. Wenn so viele Menschen wie möglich ihr Bestes geben, können wir einfach viel mehr erreichen. Das ist zumindest meine Philosophie.
Also mach dich nicht verrückt, wenn du mal eine nicht vegane Zutat übersiehst. Die Welt geht davon nicht unter und du kannst das Lebensmittel auch guten Gewissens essen. Wenn du denn willst. Ansonsten verschenke es am besten.
Hallo Angelika,
danke für die Info
Es ist in der Tat nicht immer leicht
So weit als möglich bereite ich meine Mahlzeiten immer frisch zu
Für den "Rest" achte ich auf das V Lable
Dass Essig nicht immer vegan ist, war mir bis jetzt nicht bewusst
Lieben Gruß
Hallo Rosemarie,
schön, dass du aus meinem Beitrag etwas mitnehmen konntest. Das mit dem Essig war mir auch lange nicht bewusst und ich hab mich tatsächlich oft gewundert, wieso das V-Lable auf manchen Marken prangt.
Frisch gekocht ist auch immer noch am besten und man weiß ganz genau, was drin ist 😉
Liebe Grüße,
Geli